Donnerstag, 13. Juli 2017

Innenausbau IV

Langsam nähert sich der Innenausbau der Bugkojen dem Ende:

  • Die  Maststütze sitzt. 
  • Der Tisch ist (ziemlich) fest
  • Die Beleuchtung ist als LED-Band (30W) ausgeführt. 
  • Alle Nähte des Decks sind verputzt.
  • Die Pantry ist mit Kochherd und Wasser funktionsfähig.
Und Yvonne ist voll eingestiegen....

Sonntag, 28. Mai 2017

Deck II

Der Deckausbau ist tricky....

Wie man sieht, passt noch einiges nicht: Die vorderen Teile müssen nochmals gemacht werden.




Danach sieht es dann so aus:
(Ich habe die schiefen Teile
tatsächlich nochmals
geschnitten.)







Nun kommt das Zuschneiden des "Leichentuchs": Das geht mit einer Zickzack-Schere, wie sie zum Stoff zuschneiden beim Nähen verwendet wird, sehr gut.





Und so sieht es mit Leichentuch aus:






und so verharzt:

Montag, 24. April 2017

Innenausbau III Toilette

Die Toilette soll einen Schmutzwassertank bekommen, aber nur 2 Seeventile. Die Toilette selbst oberhalb des Wasserspiegels. Die Elektrik soll auch (durch die Wand) in die Toilette ragen: Viel Arbeit!

Samstag, 8. April 2017

Innenausbau II

Um die Aussenwand etwas zu isolieren, kommen 2 10 mm Styropor-Platten dazwischen. Anschliessend weiss gestrichenes 4mm Okume Sperrholz als Verschalung. Die Spanten werden auch noch weiss, damit  es nicht wie in einem Alpen-Chalet aussieht.

Auch die Küche nimmt langsam Formen an... (Yvonnes Stolz)






 und das WC mit seinem Schmutzwassertank kommt auch in Erscheinung...
.

Aus Anlass der fertigen Küche eine kleine Besinnung.



Deck I

Um das Deck aufzubringen, müssen im bug die Flächen ziemlich gekrümmt werden. Das geht mit Spannbändern ganz gut. Aber zusätzlich müssen Schrauben für die dichte Verbindung sorgen. auch die Hantelgewichte kommen zum Einsatz, aber sie sind zu leicht, um wirklich etwas zu bewirken.
Für die Verharzung habe ich zunächst die Unterfläche mit dünnen Harz flächig eingepinselt, ebenso die Kontaktflächen am Rumpf. Dann kommt noch eine zweite Schicht mit Baumwollpulver angedicktes Harz auf die Kontaktflächen. Die Konsistenz ist etwa wie bei Majonäse. Danach wird alles zusammengepresst so gut es eben geht (Schrauben, Spannbänder)
Nun kommen die Seitenplanken, erst von unten angepinselt, dabei die Klebestellen vorher mit Klebestreifen abkleben. Das Weiss streichen macht man lieber vorher: Man kommt nach dem Einbau nur noch über Kopf dazu.) Dann satt eingeharzt auf die seitlichen Längsspanten und den Bootsrand und alle verfügbaren Gewichte aufgelegt.

Hält nach Abnahme der Gewichte ganz gut. Und: Man kann wirklich darauf laufen, ohne dass der Boden nachgibt.

Sonntag, 19. März 2017

Motor

Als der Experte Tiny besichtigte - er war äusserst freundlich und hilfsbereit - hat er empfohlen, den Motor recht weit hinten anzubringen, damit der Strahl gezielt auf das Ruder läuft. Ich habe mich nun für einen E-Drive entschlossen, nicht billig, aber (hoffentlich) wartungsarm und sauber. Ausserdem ist die Installation viel einfacher, als das verlegen von Schläuchen, Auspuff und so weiter. Die Hauptschwierigkeit war ein Loch von 43mm Durchmesser zu bohren. Schliesslich wurde es ein Loch von ca. 44 mm, was immer noch recht streng passte. Nach dem der Eichenblock die entsprechenden Löcher hatte, wurde er eingeharzt.

Nun gibt es ja Leute, von denen erzählt wird, dass sie ihren neuen Aussenborder erst einmal in die Badewanne setzten, um mit ihrem neuen Spielzeug spielen zu könnten. (Ich habe Yvonne auch damit geärgert, dass ich sie bat, schon mal Wasser einzulassen - Sie hat den Witz aber gleich durchschaut.) Trotzdem konnte ich mir eine Trockenübung nicht verkneifen.

Er geht!

Sonntag, 12. Februar 2017

Innenausbau I





Jetzt beginnt der Innenausbau
zunächst provisorisch: Bis der Schiffsprüfer die Schale abgenommen hat, können wir diese noch nicht wirklich verkleiden.

Aber Bodenbretter, Kojen und Pantry können ja schon mal vorbereitet werden.








Wozu so ein Boot
alles dienen kann....









                      Handsäge als
                      Pinnenersatz



Freitag, 30. Dezember 2016

Rumpf: Drehen

Nun ist der Rumpf zum Drehen fertig.
Der Kenner sieht, dass die Lichtreflexe nicht in einer Linie liegen. (Die Unterbrechungen liegen an den Neonröhren, sie sind nicht fortlauftend).Die Sünden des ersten Schnitts (Querspanten waren etwas zu gross) führen hier zu einer "lebendigen" Aussenhaut.


Tiny wird am Bug in den Kran gehängt und läuft (hoffentlich) mit einer Leine über eine Rolle.

Hinten ist sie mit einer angeklemmten Gasflaschenkappe (grau) als Achse in einen Gurt eingehängt. Falls die Kappe abrutschen sollte, gibt es noch einen Fangschlauch, damit sie nicht auf den Boden kracht.











Tiny soll also vom Bauch auf die Seite gedreht werden. Dann muss die Finne in den zugehörigen Kasten geschoben werden. (Sie kann nicht von oben eingeführt werden, weil der Kran und die Werft nicht hoch genug ist.)

Es hat geklappt!


















Hier das Ganze nochmals als Video:



Sonntag, 11. Dezember 2016

Rumpf: PU-Lack

Nach der CopperCoat-Beschichtung wird jetzt das Kleidchen (Schutzfolie) umgedreht und der Über-Wasser-Teil des Rumpfes mit PU-Lack (Behnke) beschichtet. Dieser Lack wird im Verhältnis 1:4 (Gewicht) angerührt und riecht sehr nach Lösungsmittel. Lüften bei der Kälte (Temperaturen <0°C) ist reine Energieverschwendung. Aber die Werft ist sowieso nicht sehr dicht.


Der Lack ist sehr ergiebig. mit einem Plastikbecher voll (10g+40g) kann man 1qm lackieren und der Lack haftet sehr gut.
Aber die Idee mit der Abreissfolie über der Glasmatte war eine schlechte! Nun haben wir einen Haufen Poren auf der Oberfläche und der Lack denkt gar nicht daran, die zu füllen.





Also zuspachteln: Aber es sind soviele kleine Löchlein, dass das auch nicht der Hit ist.

Es hilft alles nichts: Lack (mittlerweile International Professional) dick auftragen. Yvonne hat sich breitschlagen lassen und mit ihrer langen Erfahrung eine Schicht aufgetragen, die sich sehen lassen kann.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Rumpf: CopperCoat

Jetzt bekommt der Rumpf ein "Kleidchen", damit das Kupfer vom CopperCoat aufgetragen werden kann, wird der untere Teil abgedeckt und die Mischung aus Kupfer, Epoxy und Härter aufgetragen. Diesmal nach den Regeln der Herstellerfirma: Auftrag mit Rolle. Das alte Phänomen bleibt, die Haftung ist (verglichen mit PU-Lack) schwach. Aber die Schichten halten nach Aushärten gut aufeinander.

Erst nach der dick aufgetragenen dritten Schicht gelingt es (fast) allle kleinen Löchlein, die durch die Abrissfolie entstanden sind, zu schliessen.

Jetzt kann die PU-Lackschicht kommen.



Montag, 21. November 2016

Rumpf Harz und Glasmatte

Beginnend von vorn wird

  • der Rumpf eingeharzt, 
  • die Glassfaser-Matte aufgelegt und alle Luftblasen ausgestrichen
  • der Rumpf erneut eingeharzt
  • Abreissfolie aufgelegt und alle Luftblasen ausgestrichen.



Das Ausstreichen geht am Besten mit der blossen (behandschuhten) Hand. Man muss aber aufpassen, dass man die Abreissfolie nicht zu sehr steckt, sonst zieht sie sich, nachdem man fertig ist wieder zusammen und hinterlässt unschöne Luftblasen.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Rumpf (in der 1. und 2. Schicht) verschalt


Nun ist die 1. Lage  Rundplanken bis auf eine letzte Planke verleimt. jetzt kommt die entscheidende 2. Lage. Sie soll natürlich möglichst straken (glatt verlaufen).  D. h. sie muss Unebenheiten der Unterlagen ausgleichen. Das wird viel Harz brauchen.

Für die, die auch eine Didi 26 bauen: Für die erste Lage Rundspanten habe ich 3 Sperrholzplatten (à 1200 x 2200 mm2) gebraucht.

Die nächste Stufe ist die volle doppelte Beplankung der Rundspanten. Die Sünden der Querspanten machen sich nun in deutlichen Löcken und Hohlräumen bemerkbar, die mit Harz und später mit Spachtel aufgefüllt werden. Das sieht nicht so schön aus (und ist deshalb vermutlich bei Baubeschrieben so selten zu sehen,)















Nun  wird auch klar, warum die echten Holzbauer von Leichentuch sprechen, wenn sie eine GFK-Matte um das Holz legen.
(Später:: Es ist nicht das Leichtentuch-artige Aussehen, dass zu dem Namen führte, sondern der Versuch rottendes Holz durch eine Glasmatte zu schützen. Der Erfolg war sehr mässig: Das  Holz gammelte unter der Matte weiter und verwandelte das Schiff in eine in ein Tuch eingewickelte Leiche.)


Sonntag, 25. September 2016

Planken krümmen

Nachdem eine der gekrümmten Planken einen Riss bekommen hat, wurde klar: Die Planken sollte ich vorkrümmen. Zunächst musste ein altes Dampf-Bügeleisen her zum Eindampfen. Das führte im Wesentlichen dazu, dass das Holz sich an der Oberfläche dunkel färbte. Nun es gab dann eine Reihe weiterer Versuche, an deren Ende dann folgendes Verfahren trat:

Ein 30 cm breiter Streifen 4mm Sperrholz (Plankenbreite) wurde der Länge (220cm) nach nass um einen Autoreifen gewickelt, mit Spannband festgezurrt und getrocknet. Dann bleiben Krümmungen in den Planken, die es gut  ermöglichen, die einzelnen Stücke auf dem Rumpf einzupassen.

Samstag, 10. September 2016

Verschalung des Rumpfes an den Rundspanten

Überraschend zeigen sich Planken (4mm), die über die Rundspanten gespannt werden, als grössere Herausforderung, weil sie ziemlich steif sind. Man kann sie nicht so einfach biegen. Selbst zu zweit (mit Ödön) ist das nicht so einfach.







Um die einzelnen Planken zu befestigen, habe ich Stahlwinkel mit Löchern angefertigt. Durch die werden 5x40 Torx-Schrauben in den Längsspant geschraubt, sodass jede Seite (oben und unten) fest anliegt.Nach dem Aushärten werden die Schrauben und der Winkel wieder entfernt.







Um die Planken mit den Rundspanten zu verbinden, habe ich sie festgetackert, Aber auch da gibt es ein Problem: Die Planken sind so weich, dass die dünnen Krampen (Bostisch auf Schweizerdeutsch) das Holz nicht halten und einfach in ihm versinken. Damit der halt verbessert wird, habe ich kleine Abstandskreuze zum Fliessenlegen zwischengelegt, wenn man dafür sorgt, dass die Krampe nicht zu tief versenkt wird, geht es.

Diese Kreuze sind - wie sich bald zeigte - auch nicht des Rätsels beste Lösung. Sie rutschen leicht weg und die Krampen lassen sich auch schlecht wieder entfernen.

Deshalb habe ich nun Buchenkeile (auch zum  Fliessen Verlegen) verwendet. Damit geht es recht gut.




Am Bug nimmt die Krümmung zu. Da muss man auf die Faserrichtung des Holzes achten, sonst reisst es, wie man sieht. Ich habe dann die Planken vorher gewässert und dann aufgespannt trocknen lassen, dann geht die Anformung ganz gut.



Auf jeden Fall wird mir  klar, warum andere Didi-Bauer immer den verschalten Rumpf fotografiert haben: Wenn man das hinter sich hat, hat man einiges hinter sich. (Die Planken über die Rundspanten gehen nur Stück für Stück.)